Nierenbeckenkarzinome

Die Nierenbeckenkarzinome repräsentieren etwa 10 - 20% aller Nierentumore. Der grösste Teil dieser Karzinome sind Uebergangsepithel- oder Urothelkarzinome, wobei selten auch Plattenepithelkarzinome (vor allem in Zusammenhang mit einer Steinerkrankung) vorkommen können. Zwei Ursachen sind insbesonderenfestzuhalten: die Schmerzmittelmissbraucher sowie die Balkan-Nephropathie. Am häufigsten wird die Diagnose gestellt, wenn Patienten mit Blut im Urin den Arzt aufsuchen. Zur Abklärung erfolgen dann in der Regel eine Computertomographie und eine Blasenspiegelung. Die Blase ist ebenfalls mit Urothel ausgekleidet und kann (muss aber nicht) zum Zeitpunkt der Diagnose oder später ebenfalls einen Tumor bilden.

Die Therapie eines Nierenbeckenkarzinoms ist die vollständige Entfernung der tumortragenden Niere und des Harnleiters (anders als beim Nierentumor), wobei jeweils eine Blasenwandmanschette mitentfernt wird. Wenn der Harnleiter selbst nicht entfernt wird, ist die Wahrscheinlichkeit eines Tumorrezidivs im verbleibenden Ureterstumpf mit 15% hoch.  Die Nachsorge der Patienten mit Nierenbeckenkarzinom entspricht in etwa derjenigen der Patienten mit Blasenkarzinomen (Radiologie, Blasenspiegelung und Zytologie).