Dr. med. Roland Seiler gewinnt den C.E. Alken-Preis 2016

Samstag, 26. November 2016, 00:00 Uhr

Molekulare Subtypen des muskelinvasiven Blasenkarzinoms sprechen unterschiedlich auf neoadjuvante Chemotherapie an. Diese Subtypen
können mittels eines neu entwickelten genomischen Tests im einzelnen
Patienten bestimmt werden.

Neoadjuvante Chemotherapie gehört zum Therapie-Standard des muskelinvasiven Blasenkarzinoms. Zwar sprechen nicht alle Patienten auf Chemotherapie an, haben aber trotzdem chemotherapie-bedingte Nebenwirkungen. Seit längerem ist man auf der Suche nach Biomarkern, welche das Ansprechen auf eine neoadjuvante Chemotherapie vorhersagen können. Im muskelinvasiven Blasenkarzinom sind verschiedene molekulare Subtypen beschrieben. In seinem Forschungsaufenthalt in Vancouver untersuchte Dr. med. Roland Seiler in einer Multicenter-Studie diese molekularen Subtypen hinsichtlich Ansprechen auf neoadjuvante Chemotherapie. In der bisher grössten untersuchten Kohorte konnte das Forscherteam vier klinisch und biologisch relevante Subtypen identifizieren. Demnach profitieren Patienten mit Blasenkarzinomen eines bestimmten molekularen Subtyps am meisten von einer neoadjuvanter Chemotherapie, während bei den anderen drei Subtypen keine wesentliche Veränderung der Prognose festgestellt werden konnte. Basierend auf diesen Analysen entwickelte das Forscherteam einen genomischen Test zur Bestimmung dieser Subtypen für die klinische Anwendung. Für diese Arbeit wurde Dr. med. Roland Seiler in Düsseldorf mit dem C.E. Alken-Preis 2016 ausgezeichnet.